Bericht mit Bildern

25.05.14

Seniorenausflug der Dresdner Adventgemeinden

Adventgemeinden in Dresden

Jedes Jahr unternehmen die Senioren der Dresdener Adventgemeinden einen Busausflug. In diesem Jahr hatte das Vorbereitungskomitee als Hauptziel ...


... das Kurfürstliche Residenzschloss Hubertusburg in Wermsdorf ausgesucht. Die Gemeinden Radeberg und Großräschen waren auch vertreten. Detlef Hummel leitete die Fahrt.



Ankunft des Busses mit 44 Reisenden in Wermsdorf am Eingang zur Schlossanlage. Sie ist unglaublich riesig. Trotzdem hat kaum jemand davon gehört. Friedrich der Große hatte die vollständige Plünderung angeordnet, nachdem er die damaligen Großmächte im Siebenjährigen Krieg besiegt hatte. Seine persönlichen Rachegelüste gegenüber Sachsen lebte er durch die Plünderung aus, die so vollständig war, dass weder Türen noch Fenster noch Fußböden verblieben. Einzige Ausnahme: Die Schlosskapelle, die original erhalten ist.



Es ist sehr beeindruckend, den riesigen Vorhof zu betreten.





Man sollte es nicht glauben: volle zwei Stunden verbrachten wir in dem Hauptbau, ohne dass es uns langweilig wurde.





Ganz original erhalten, man weiß bis heute nicht warum, ist die katholische Schlosskapelle. Wir nahmen Platz und Bruder Güttler war so freundlich, uns die Orgel erklingen zu lassen. Wir waren beeindruckt und berührt.





Der Blick nach draußen vom Eingang her zeigt nochmals die Größe der Anlage. Man weiß bis heute nicht, wie man sie sinnvoll nutzen kann. In den letzten Jahren wurde hier eine Werkstatt eingerichtet, in der beschädigtes Archivmaterial restauriert wird.



Im ovalen Saal erhielten wir eine ausführliche Darstellung der Familiengeschichte des Sohnes Augusts des Starken, für den das Schloss erbaut wurde. Seine 12 überlebenden (von 14) Kinder sind im Raum durch Bilder dargestellt.





Eine Computeranimation zeigt den übernächsten Raum, wie er einmal aussah, bevor er geplündert wurde. Auf dem Stuhl saß die Fürstin und empfing Botschafter und Gesanddte, Bittsteller usw.



Das Schloss wurde durch ein besonderes Ereignis berühmt, dessen 250-jährige Wiederkehr im letzten Jahr gefeiert wurde: Der Friedensvertrag am Ende des Siebenjährigen Krieges am 15. Februar 1763. Zum Gedächtnis daran wurde eine Briefmarke herausgegeben und diese Glaswand im Durchgang mit dem Text des Vertrages als Denkmal enthüllt.



Auf dem Weg zum Mittagstisch, den wir diskret nicht fotografiert haben, kommen wir noch am zweiten, kleineren Schloss von Wermsdorf vorbei, heute Stadtverwaltung usw.



Der Bus brachte uns nach Nimbschen, das bekannt wurde, weil dort die Nonne Katharina von Bora, später Luthers Gattin, entfloh. Bruder Hummel liest uns eine Erklärungstafel vor.





Blick ins alte Gemäuer. Interessant die Tafel mit Erklärung über die Flucht.



Die Gemeinde Brandis hieß uns willkommen zu einem opulenten Kaffeetrinken. Herzlichen Dank dafür! Wir sehen der nächstjährigen Fahrt mit Dankbarkeit unserem Gott gegenüber (Bewahrung und wunderschönes Wetter!) und Freude entgegen.


(Fotos: JG, MG)