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09.09.09

Glasgestaltung im Gemeindezentrum | Teil 5

Gemeinde Dresden-West

Die Arbeiten sind fast abgeschlossen. Nach zwei beherzten und chirurgisch anmutenden Schnitten in der langen senkrechten Füllung wurde der Mauerdurchbruch für das Neue eröffnet. Die Hochzeit kann beginnen.


Viel gibt es an dieser Stelle nicht mehr zu schreiben. Trotzdem bedeutet die Montage einige Stunden Arbeit. Aluprofile werden eingepasst, zugeschnitten, gebohrt und in der großen Öffnung montiert.

Maßnehmen scheint dabei die wichtigste Arbeit zu sein, denn das Glas muss sich plan in die Wand fügen, rundum zwei Millimeter Luft für den Glaskleber. Danach folgt die Verklebung der einzelnen Elemente untereinander und mit der Wand.  Differenzen im Glas, durch das Schmelzen entstandene Unebenheiten der Kanten, werden in kurzer schweißtreibender Weise mit Diamantschleifpapier und Wasser plangeschliffen. Das letzte Teilstück, ganz oben unter der Raumdecke eingefügt, besiegelt endlich die Hochzeit des Gesamtwerkes.




 

























Ein Stück erleichtert, ein zufriedenes Schmunzeln im Gesicht, alles hat geklappt – Camillo Schulz und sein Mitarbeiter setzen sich für einen Moment und betrachten von einer der hinteren Reihen ihre Arbeit. Morgen müssen noch – wenn die eingespritzten Fugen abgebunden haben und alle Distanzplättchen entfernt sind – die letzten Klebearbeiten abgeschlossen werden. Dann ist wirklich alles fertig.

Und schon klingelt wieder das Telefon. Es wartet Arbeit an anderer Stelle. Werkzeug zusammenpacken, staubsaugen, ein letzter Blick zurück in den leicht abgedunkelten Saal. Doch, es war eine schöne Arbeit. Und sie fügt sich angenehm in die helle, moderne Architektur, verstärkt spürbar den sakralen Charakter des Raumes und veranschaulicht in bildhafter Weise das Zitat Jesu aus Jo 11, 25:


„Ich bin die Auferstehung und das Leben..."





(Text | Fotos: LU)