Bericht mit Bildern

Samstag | 28.05.11

Open-Air-Gottesdienst auf dem SONNENHOF

Adventgemeinden in Dresden und Umgebung

Der Blick zum Himmel lässt keinen Zweifel aufkommen. Dieser Tag scheint wie gemacht für einen Gottesdienst unter freiem Himmel.


Auf dem Weg vom Parkplatz zum SONNENHOF – wir sind bepackt mit Gartenstühlen, Decken und großen Kühltaschen. Interessierten Anwohnern schenkt man ein freundliches Lächeln. Starke helfen den Schwächeren tragen. Die Kinder freuen sich über Kleinigkeiten, die es am Wegesrand zu bestaunen gibt.



Nachdem der SONNENHOF erreicht und der perfekte Platz, von welchem auch der Nachwuchs auf die Bühne schauen kann, gefunden ist, erklingt ein wunderbares „Danket dem Herrn" vom Bläserchor unter Leitung von Wilfried Scheel (Erfurt). Pastor Andreas Hildebrandt begrüßt die Anwesenden herzlich, und dann singt die Gemeinde Lob- und Danklieder, begleitet und unterstützt von jungen Leuten der Gemeinde Dresden-West und hört auf die guten, nachdenklichen, aber auch fragenden Worte.



Um Kleider geht es im folgenden Bilbelgespräch, für das sich kleine Gruppen zusammenfinden und sich über verschiedene Bibelstellen austauschen. Gottes neue Kleider erhalten wir bedingungslos – allein aufgrund der Erwählung von Gott. Das ist die gute Botschaft dieser Bibelarbeit.



Die Kinder sind inzwischen unterwegs im Wald, wo die Kinderdiakone der Adventgemeinde Pirna einige Stationen vorbereitet haben. Hier geht es um die sieben Gemeinden. Sieben Plätze laden ein, diese Gemeinden näher kennen zu lernen oder auch das, was ihnen fehlt: Schlüssel müssen den richtigen Schlössern zugeordnet werden, Bibelbücher sind der Reihenfolge nach zu sortieren, eine Holztafel mir eingravierten Buchstaben soll blind entziffert werden, Bälle dürfen das Ziel nicht verfehlen und natürlich sind Wissensfragen zu beantworten.



Über die „aktuelle Botschaft der sieben Sendschreiben" spricht auch Franz Toth aus Friedensau. Wer nun ein klassisches Referat mit vielfach Gehörtem über die sieben Gemeinden erwartet, wird glücklicherweise enttäuscht. Auf erfrischende Art spricht Franz Toth über seine eigene Bekehrung, seine Herkunft, und ermöglicht so dem Zuhörer Nähe. Er beschreibt die Schwierigkeiten, in denen sich jede der sieben Gemeinden befindet, aber auch, dass allen diesen Gemeinden Gnade zugesagt und Gott gegenwärtig ist. Das Kommen Jesu wird angekündigt als die Grundhoffnung der Offenbarung. Die Gemeinde ist von Gott geliebt. Johannes musste sich umwenden, um den zu sehen, der zu ihm sprach.
Auch wir sind aufgerufen unsere Perspektive zu ändern, umzudenken, uns umzuwenden, um zu hören und zu sehen. Johannes hatte ein Todeserlebnis, auch wir brauchen so ein „Todeserlebnis unseres Ichs", um Bekehrung erleben zu können.

Zum gemeinsamen Essen gibt es eine große Tafel, die eine Vielzahl an Köstlichkeiten bereithält. Jetzt ist Zeit für Gespräche, wo vorher nur ein kurzes Winken möglich war.

Am Nachmittag setzen die Bläser ein wohlklingendes Signal zur Fortsetzung des Gottesdienstes. Die Kinder kommen nach vorn und singen mit Garnet und Nora Helm Kindermitmachlieder: „Hast du schon mal Gott gedankt, dass du so gut hüpfen kannst ..." Was das Temperament angeht, sind die Kinder den Erwachsenen eben einfach überlegen.
Von den Bläsern begleitet und von den Pfadfindern eingeladen können nun die großen Kinder den Kletterparcour im Wald erobern.



Sehr nachdenkliche und bewegende Worte richtet inzwischen Pastor Michael Götz an die Gemeinde, um sich zu verabschieden. Pastor Simon Krautschick würdigt seinen bereichernden Dienst in den Gemeinden im Raum Dresden.



Mit der anschließenden Verkündigung geht Franz Toth noch einmal auf das Thema des Tages ein: Gemeinde Laodizea. Er spricht davon, dass sich diese Gemeinde der tieferen Bedeutung des Abendmahls bewusst werden muss und in dieser Gemeinschaft die Gegenwart Christi erleben kann. Dabei betont er, dass dieser Gemeinde zugesichert wird, dass sie bereits gesiegt hat „... auch um des Wortes ihres Zeugnisses Willen."



Mit Dankesworten, Gebet und Segen geht dieser Gottesdienst zu Ende. Und natürlich bleibt Zeit für persönliche Gespräche.


(Fotos: FH, FK Text: KA)