Bericht mit Bildern

Sonntag | 12.12.10

Gemeinde-Adventfeier von und mit den Kindern

Gemeinde Dresden-West

Eine etwas kleinere Feier sollte es dieses Jahr werden, für die Kinder, etwas gemütlich, ohne zu viel Arbeit nebenher. Die Kinder ließen sich jedenfalls nichts schenken ...




Im Halbkreis waren die Stühle gestellt. Weihnachtskrippe, der Stern, Kerzen.  Festliche Flötenmusik eröffnete diesen gemeinsamen Nachmittag, den dieses Mal die Kinder liebevoll gestalteten.



Ein Geschichte wollten sie uns erzählen. Und sie begann, wie so oft, auf diese Weise: „Es war einmal ..." Der kleine Engel Fligelius ist es, dem ein bitteres Missgeschick passiert. Erst lässt er die goldene Glocke fallen, dann stürzt er beim großen Gesang der Engel vom Himmel.



Davon hören die Tiere des Waldes: die Eule Eulalia, der Buntspecht Emil, Wildenten und Mäuse. Alle wissen von dem Unglück des kleinen Engels. So etwas kann jedem passieren. Dann ist Hilfe dringend nötig. Nur weiß niemand, was genau zu tun ist: man müsste, man könnte, vielleicht, aber, oder besser?



Jedes der Tiere möchte helfen, jedes auf seine Weise.  Wo ist der Engel, wo die Glocke, wo die Federn, die beim Sturz verloren gingen?
Der Buntspecht Emil ist eigentlich ein cleveres Kerlchen, sieht den Absturz mit eigenen Augen, kriegt dann doch Panik und sucht Hilfe. Eule Eulalia zeigt Verständnis, greift beherzt zu, macht und schafft. Doch die verlorengegangenen Federn des Engels kann auch sie nicht finden.
Die aufgeregten Wildgänse sind angesichts der Katastrophe völlig verstört, machen Panik und bringen weiteres Durcheinander. Erst die klitzekleinen Mäuse bringen Erleichterung, denn ihnen gelingt das Wiederfinden des verloren Geglaubten. Der Engel wird gefunden, die Glocke und auch die weißen Federn. Und so gilt es gemeinsam feiern, dazu über allen ein lustiges Sternchenglitzern ...



Es war ein einprägsames Spiel der Kinder. Und unser Pastor Andreas Hildebrandt verband Figuren und Details zu Gedanken seiner Andacht. „Der, der den gefallenen Engeln die Federn besorgt, die sie im Laufe ihres Lebens gelassen haben, der die gebrochenen Flügel heilt und die gebrochenen Herzen, Gefühle und verqueren Gedanken. Er ist als Baby geboren, Jesus Christus, damit wir Gott und seine Liebe zu uns Menschen anfassen können, verstehen lernen."



An eine kleine musikalische Umrahmung des Nachmittags hatten die Kinder  ebenfalls gedacht – fleißig geübt, zaghaft gespielt, unsere Herzen erreicht. Alina, Adrian und Salome, euch ein herzliches Dankeschön, und natürlich allen Kindern insgesamt – auch den drei Geräusch-Imitatoren Anne, Sven und Oliver mit ihren Instrumenten: Triangel, Vogelpfeife, Klanghölzern.



Darauf schienen die Kinder aber denn doch gewartet zu haben. Die Ankündigung verursachte einige Unruhe. Ronald hatte die spannende Aufgabe übernommen, die Geschenke zu verteilen. Dicht umdrängten die Kinder den begehrten Gabenkorb. Strahlende Augen, emsiges Auspacken noch unterwegs auf dem kurzen Weg zum Sitzplatz ... Wir Erwachsenen freuten uns spätestens jetzt auf das liebevoll zubereitete Stehbuffet mit Stollen, Keksen und Kaffee. Es war ein gelungener Nachmittag.

Ein Dank den Kindern, allen Helferinnen und Helfern unter Leitung von Garnet Helm und unserem Pastor für seine wohltuende Andacht!




(Fotos | Text: LU)