Bericht mit Bildern

Samstag | 03.10.09

Erntedankgottesdienst

Gemeinde Dresden-West

Erntedank erinnert uns an die Abhängigkeit des Menschen von dem Segen Gottes. Dieser Gottesdienst diente zugleich als Auftakt für verschiedene Projekte.


„Auf Seele, Gott zu loben! Gar herrlich steht sein Haus!
Er spannt den Himmel droben gleich einem Teppich aus.
Er fährt auf Wolkenwagen und Flammen sind sein Kleid.
Windfittiche ihn tragen zu Diensten ihm bereit.

Gott hat das Licht entzündet, er schuf des Himmels Heer.
Das Erdreich ward gegründet, gesondert Berg und Meer.
Die kühlen Brunnen quellen im jauchzend grünen Grund,
die klaren Wasser schnellen aus Schlucht und Bergesgrund.

Gott lässet Saaten werden zur Nahrung Mensch und Vieh.
Er bringet aus der Erden das Brot und sättigt sie.
Er sparet nicht an Güte, die Herzen zu erfreun.
Er schenkt die Zeit der Blüte, gibt Früchte, Öl und Wein.



Mit diesen Liedzeilen von Martha Müller-Zitzke aus dem Jahr 1947 wurde der diesjährige Erntedankgottesdienst eröffnet. Im Rund einer großen, wunderbar gedeckten Tafel hatten wir uns versammelt. Gemeinsamer Lobgesang und ein Gebet aus Psalm 111 nahmen uns hinein in das Feiern, dass Gott Leben schenkt.

Die Plätze waren einschließlich der Empore gut gefüllt – jung und alt, Gäste, Freunde, auch Teilnehmer des Projektes KIRCHE UNTERWEGS. Die Kinder waren mitten unter uns, lobten Gott auf ihre Weise und uns zur Freude – mit Liedern und Musik, Anne mit der Querflöte, Adrian am Klavier. Chorgesang mit Begleitung durch Tanja Rostowski am Klavier und Salome Schammer mit der Bratsche. Dann die bildhafte Einführung durch Rüdiger Müller in die Bibelgesprächsthematik des neues Jahresviertels: „Gottes Volk auf dem Weg."
Besondere Freude auch, den neuen Erdenbürger Elias und seine glücklichen, etwas übermüdeten Eltern dem Schutz Gottes segnend anzuvertrauen.











Die Predigt wurde eine im wahrsten Sinn feurige Angelegenheit. „Auch ältere Menschen haben manche Dummheiten verzapft. Eine will ich euch von mir erzählen." 
Nicht nur die Kinder schwankten beim Zuhören zwischen Heiterkeit, Faszination und Erschrecken – große Augen und offene Münder sprachen eine deutliche Sprache. Ein Streichholz, dann brannte die Wiese, das nahe Wäldchen geriet in Gefahr... Letztlich nur noch die Flucht. „Und so geschieht es häufig mit unseren Worten", so Lothar Reiche, der die Predigt hielt. Ein kleines Wort zur falschen Zeit, und es kann zum Großbrand werden. Das war der gewählte Bibeltext dazu. Also bedenke, was du redest.

Nach dem Schlusssegen und einem letzten Chorlied waren wir alle eingeladen an die große verlockende Tafel. Und während es sich die Gemeinde in kleinen plaudernden Grüppchen gut schmecken ließ, rollte draußen das Fahrzeug der DRESDNER TAFEL heran, um die vielen Spenden zu laden. Die mitgebrachten Transportkisten reichten nicht aus, das Fahrzeug wurde letztlich gestopft. Ein kleiner Beitrag für Menschen unserer Stadt in Not.





Ein Dankeschön denen, die den Gottesdienstraum so wunderschön geschmückt, die Festtafel mit liebevoll zubereiteten Gaben gefüllt, das Gottesdienstprogramm mit Musik, Gesang und mit Worten der Hoffnung bereichert hatten. Und ein Dankeschön für die vielen Gaben zugunsten der DRESDNER TAFEL.









„Ein toller Gottesdienst." so meinte einer der Jugendlichen draußen vor dem Haus. Und ein anderer fügte hinzu: „Eine coole Sache, den Gabentisch Armen zu spenden – diese Idee nehme ich in meine Gemeinde mit!"



(Text | Fotos: LU)