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Text des Monats

"Mietsache Erde"

Eine aktuelle Umfrage zum Jahreswechsel 2016/2017 ergab: In Deutschland wird zu viel gemeckert. 66 % der Befragten teilte diese Meinung. Lediglich 8 % behaupteten das Gegenteil. Der Rest war unschlüssig. Es wird nicht nur über die politische Großwetterlage geschimpft. Die Unzufriedenheit bezieht sich auch auf das tägliche Wetter und die Jahreszeiten.

Jedes Jahr wird die gleiche Abfolge von Frühling, Sommer, Herbst und Winter angeboten. Der ursprüngliche Charakter der Jahreszeiten ist verwischt und manchmal kaum noch erkennbar. Das Frühjahr ist zu verregnet, der Sommer wird immer kürzer, der „goldene Oktober“ ist ausgefallen und vom Winter mit herrlichem Pulverschnee kann man nur noch träumen. Jedenfalls erinnern sich ältere Generationen noch an intaktes Winterwetter mit Schnee von Dezember bis März.

Die Jahreszeiten taugen nichts mehr. Ein Betrieb könnte sich solch ein mieses Angebot auf Dauer nicht leisten. Hier muss sich was ändern! Neue Angebote sind gefragt. Der Winter wird nicht mehr benötigt. Wem nutzt denn diese Jahreszeit? Die Heizkosten belasten mein Portemonnaie. 

Der Winter ist der Feind der Verkehrsteilnehmer. Der wenige Schnee muss beräumt werden. Erkältungen sind im Winter besonders stark verbreitet. Immer mehr Menschen flüchten vor unserem Winter in die noch schneebedeckten Hochgebirge oder an die Badestrände in südlichen Gefilden.  

Wer ist denn nun schuld an diesem Missstand? Haben wir etwas falsch gemacht? Es war doch schon mal besser.

Der Psalmdichter Asaf stellte fest:  „… Sommer und Winter hast du [Gott] gemacht.“ (Psalm 74,17) und aus dem 1. Brief an Timotheus erfahren wir: „Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut …“ (1. Timotheus 4,4)

Hat Gott nicht aufgepasst? Oder liegt die Verantwortung bei uns Menschen? Gott hat doch seinen Geschöpfen als Vertragspartner eine intakte Erde mit dem Prädikat „sehr gut“ zum Bebauen und Bewahren übergeben.

Der Grafiker Klaus Staeck entwarf 1983 ein Plakat, auf dem unter der  Erdkugel im Weltraum folgender Satz geschrieben steht: „Die Mietsache ist schonend zu behandeln und in gutem Zustand zurückzugeben.“ Wie treffend!

Aus der schonenden Behandlung wurde der schonungslose Umgang mit der Mietsache. Erbarmungsloser Raubbau an der Natur und ihren Ressourcen, Umweltverschmutzung und  Erderwärmung haben dazu beigetragen, dass die Natur, das Wetter und somit auch die Jahres¬zeiten negativ betroffen sind. Internationale Klimakonferenzen bleiben mit ihren guten Ansätzen stecken.

Als ich diese Zeilen verfasste, schneite es gerade. Fast ein Wunder! Richtige Schneeflocken! Ich hielt inne und betrachtete mir die langsam zu Boden schwebenden Eiskristalle. Sie entstehen bei Temperaturen unter -4° C. Jede Schneeflocke hat eine andere Struktur. Das wage ich nicht einmal im Ansatz zu überprüfen. Hier eröffnet sich uns eine fantastische Welt. Es ist wie ein Gruß aus einer intakten Schöpfung. Gott sei Dank können wir trotz schlechter Behandlung der „Mietsache“ die Handschrift des Schöpfers noch erkennen.

Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ (1. Mose 8,22). Dieses Versprechen, das Gott einst nach der Sintflutkatastrophe der Familie des Noah gab, ist bis heute nicht aufgehoben. Wir dürfen weiter mit dem Winter rechnen.

EMu



 

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