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Text des Monats

Vom Bleiben und Wachsen im  Glauben

Paulus schreibt im 2. Timotheus 3, 14 an seinen jungen Mitarbeiter Timotheus: „Du aber bleibe in dem was du gelernt hast und dessen du im Glauben gewiss geworden bist, da du weißt, von wem du es gelernt hast."                           

War Timotheus,  der von Paulus im Philipperbrief (Phil. 2, 19 – 22) solch eine  hervorragende Beurteilung seines Lebens bekam und über alle Maßen gelobt wurde, vielleicht doch ein Wackelkandidat im Glauben? Traute ihm Paulus die Führung der jungen Gemeinden in Kleinasien und Europa nicht zu?

Paulus wusste wohl, was er an diesem jungen Mitarbeiter hatte. Schließlich hatte der sich in schwierigen und komplizierten Situationen in der Arbeit bestens bewährt und als überaus verlässlicher Partner und Mitarbeiter gezeigt.

Meint Paulus hier: Lieber junger Freund, bleib ruhig, auch wenn dir der Gegenwind in der Gemeinde und im Leben recht kräftig entgegen bläst. Du hast alles gelernt, was es zu lernen gilt. Ich habe dich Kraft meines Wissens auf alles vorbereitet.

Meinen wir, Paulus könne so von sich reden, der große Theologe, der geniale Denker und Stratege der Missionsarbeit, der Mann, der Erfahrungen im Glauben wie kaum ein anderer gesammelt hatte.

Sicher nicht. Der junge Mann stand fest, wie man eben aus eigener Stärke und Fähigkeit stehen kann. Es geht Paulus viel mehr um das Gerüstet-Sein für die Zukunft. Paulus möchte, dass sich Timotheus seines Weges erinnert und all das festhält, was sein Glaubensleben ausmacht. Die Problematik war damals nicht neu und ist es auch heute nicht. Der Text hat nichts von seiner Aktualität eingebüßt.

Wir brauchen Stärkung im Leben, auch im Glaubensleben. Wie sollen wir durchkommen bei steigenden Anforderungen, die das Leben an uns stellt? Dazu bedarf es eines festen Grundes, guten Erfahrungen, Wissen, eines erlebten Glaubens, … und die tatkräftige Mithilfe anderer. Immer wieder auch das Erinnern an unseren eigenen Glaubenweg und die gemachten Erfahrungen. Wir sind aufgefordert zu bleiben und zu wachsen, um nicht vom „Wind der Lehre“ durcheinandergeschüttelt zu werden.

Wir erleben Stärkung auf unterschiedliche Art in unserem Alltag. Es beginnt mit der Erziehung im Elternhaus, Aufwachsen und Hineinwachsen in die Gesellschaft durch Nachbarn, Freunde, Klassenkameraden, Kollegen und Gemeindemitglieder. Wo stünden wir ohne diese Möglichkeiten, voneinander zu lernen, miteinander zu leben, Wissen anzueignen? Wir dürfen herzlich dankbar für diese Menschen sein. Jede Begegnung wird uns so zur Stärkung, zum Erwachsenwerden – auch im Glauben.

Ich denke, das wollte Paulus dem Timotheus vermitteln. Es ging Paulus nicht um sich selbst, seine Erfahrung und seine Intelligenz. Er stellte sich ganz in den Dienst und übernahm Verantwortung für seinen jungen Mitarbeiter.

Am Wort bleiben, im Glauben wachsen, das ist das Wesen unseres Christseins, der Nachfolge. Wie gut, dass wir nicht allein stehen. Da ist zuerst das Wort Gottes, da sind Glaubensgeschwister und Freunde, die mit uns auf dem Weg sind. Dafür dürfen wir dankbar sein.

WS



 

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