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Text des Monats

Dicht an den Quellen, nah an lebendigem Wasser
Betrachtung zu Psalm 1 und Johannes 4

Der Frühling hat begonnen, und beim Genießen der wärmenden Sonnenstrahlen schweift der Blick erwartungsvoll über die Pflanzen auf der Terrasse, dem Balkon und im Garten. Bei vielen Pflanzen ist der beginnende Neuaustrieb schon zu sehen, und ich freue mich bereits auf das frische Grün. Nicht so beim Blick auf die beiden Buchsbäume: Sie scheinen etwas trocken zu sein, und der Neuaustrieb fehlt. Ach, wie gern hätte ich jetzt wieder einmal den „grünen Daumen“ meines Nachbarn, bei ihm wären sie bestimmt nicht eingegangen. Habe ich wieder einmal versäumt, in der harten und kalten Jahreszeit ein Mindestmaß zu gießen?

Ist es nicht mit unserem Glaubensleben ähnlich? Mir kommen Gedanken an Psalm 1, 1-3 in den Sinn: Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern hat Lust am Gesetz des Herrn und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht! Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl.

Es scheint so einfach, denn natürlich möchte ich nicht den Weg eines Gottlosen, eines Sünders oder eines Spötters gehen. Aber schnell wird am Bild meiner Pflanzen klar, die beiden Buchsbäume standen eben nicht an Wasserbächen, wo sie hätten Frucht bringen können und nicht verwelkt wären. Es genügte ihnen nicht, in der schönen Jahreszeit mit ausreichend Wasser, Sonne und  Dünger versorgt gewesen und perfekt in Form geschnitten zu sein. Nein, in der harten Jahreszeit, wo von alledem wenig zur Verfügung steht, fehlte ihnen das Mindestmaß an Versorgung.

Mir wird am Bild der beiden Buchsbäume deutlich, wie wichtig es auch für mich ist, ein Leben an der Quelle des Lebens zu führen. Sagt doch Jesus selbst in Johannes 4, 14: Wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.

Es ist die Kontinuität in der Beschäftigung mit Jesus und mit Gottes Wort, die mich stärkt und mir auch in schwierigen Zeiten Kraft gibt. Sicher ist es nützlich und hilfreich, in guten Zeiten möglichst viel von dem gemeinsamen Erleben mit Jesus auf Vorrat abzuspeichern, aber noch wichtiger ist, die Beziehung zu Jesus auch dann aufrecht zu halten, wenn das Leben anders als geplant verläuft und schwer zu bewältigen ist. Und ich nehme mir fest vor, gerade auch in schwierigen Zeiten bewusst an dieser Kontinuität der Beschäftigung mit Jesus und Gottes Wort festzuhalten. Dabei schaue ich auf die Perspektive, von Jesus beschenkt zu werden mit einem Wasser, das mich in Ewigkeit nicht dürsten lässt und das zum ewigen Leben führt.

AHo



 

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