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Text des Monats

Winter – Was halten Sie von dem jetzigen?

Der Winter ist auch nicht mehr das, was er einmal war! Sechs bis acht Wochen Schnee, Kälte und alles ein bisschen ruhiger, weil der Schnee den Straßenlärm dämpfte, weniger Autos fuhren, manches wegen Schneegestöber ausfallen musste. Bei stürmischem Wetter ging man nicht vor die Tür, wenn das nicht unbedingt notwendig war. An sonnigen Wochenendtagen konnten wir herrliche Winterspaziergänge unternehmen, waren Schlittenfahren oder auf den Skiern unterwegs. Die verschneiten Gärten, Häuser und Wälder waren schön anzuschauen. Bei entsprechender Kälte glitzerte der Schnee in der Sonne.  Die Natur ruhte aus, sammelte Kräfte für das nächste Frühjahr.

An meinem Wohnort hat man mich gelehrt: Winterreifen fährt man von Oktober bis Ostern. Na, das war vielleicht ein Reinfall! Wir hatten zwar in der dritten Oktoberwoche für zwei Tage Schnee, doch kamen bald die Tage wieder, an denen man beinahe im T-Shirt draußen sein konnte. Für gut eine Woche war es endlich knackig kalt und der lang ersehnte Schnee war gefallen. Alles in weiß gehüllt.

Inzwischen ist der ganze Zauber schon wieder vorbei. Zweistellige Plusgrade sind in Teilen unseres Landes angekündigt. Ist da nicht alles durcheinandergeraten?

Mir scheint das Wetter ein gutes Anschauungsbeispiel für unsere leistungsorientierten Lebensstile, die von Hektik, Stress und Ruhelosigkeit geprägt sind. Wir laufen im Hamster­rad und glauben, es gehe auf einer Leiter immer nur aufwärts. 

So wie Flora und Fauna brauchen auch wir Menschen Ruhephasen, um neue Kraft für die Aufgaben zu tanken, die uns immer wieder neu gestellt werden. 

Wann haben Sie zuletzt einen solchen „Winterschlaf“ gehalten, eine Zeit der Ruhe und Besinnung für sich selbst gehabt? Wenn wir uns nicht solche Auszeiten einräumen, kann es in uns chaotisch werden. 

Als Schüler hatten wir eine Zeitlang die Angewohnheit, auf die Frage: Wie geht es dir? zu antworten: „Man stoffwechselt so vor sich hin.“ Man funktioniert nur noch chemisch-biologisch. Das ist aber kein Leben, das sich lohnt. 

Gott hat uns Menschen in weiser Voraussicht jede Woche einen Ruhetag verordnet. Nehmen wir ihn als Chance wahr, Kräfte zu sammeln, zu uns selbst zu finden, zur Ruhe zu kommen. Das wird langfristig zu einer persönlichen „Wetterberuhigung“ beitragen und helfen, zu einem gesunden Lebensrhythmus zu finden zwischen Arbeit, Freizeit und Besinnungszeiten. Dann werden uns Veränderungen nicht aus der Bahn werfen können, denn wir haben Kraftreserven.

AH

 

 

 

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