|
|
Text des MonatsDie Jahreslosung unserer Freikirche für 2012 ist dem zweiten Brief des Apostels Petrus entnommen und lautet: „Lebt immer mehr aus der Gnade unseres Herrn Jesus Christus“ (2. Petr. 3,18). Dieser Aufruf steht als letzter Satz seines Briefes wie eine Zusammenfassung des Anliegens, das der Apostel mit seinen Zeilen verfolgt: das Gelingen einer christlichen Lebensführung und die Vorsicht vor irreführenden Meinungen. Liest man den gesamten Brief, und ich kann nur einladen, dies einmal zu tun, liest man ihn unter dem Eindruck des Beginns eines neuen Jahres, finden sich einige Punkte für die Liste guter Vorsätze, die man für sich persönlich fassen kann, aber auch die Bestätigung von Altbewährtem und überhaupt Ermutigung sowie Hoffnung. Wenn Petrus etwa das Streben nach Erkenntnis oder die Geduld erwähnt (1, 6), dann erinnert mich das an so manchen persönlichen guten Vorsatz der letzten Jahre und ich bin erleichtert, dass auch der Apostel hier von „Mühen“ spricht und damit deutlich macht, dass das Scheitern dazu gehört. Er fährt dann fort und betont, dass Gott Mensch geworden ist und der Ursprung der Heiligen Schrift ist (1,16-21). Das bildet eine solide Grundlage und gibt Orientierung in vielen Entscheidungen, die vielleicht im neuen Jahr getroffen werden. Eines scheint Petrus in diesem Brief aber ganz besonders wichtig zu sein, nämlich die Gewissheit zu stärken, dass Christus wiederkommen wird (3,1-13). Die vielen Zeilen, die er darauf verwendet, lassen die Ernsthaftigkeit dieser Botschaft deutlich werden. Denn jeder Jahreswechsel lässt unweigerlich die Frage aufkommen, was mit dem Versprechen der Wiederkunft Jesu nun eigentlich sei, wann es in Erfüllung gehen wird. Und diese Frage bot offenbar bereits damals und bietet immer wieder einen fruchtbaren Nährboden für Spekulationen und für die Stiftung von Verwirrung. Davor warnt Petrus und macht, wie bereits in der Frage der christlichen Lebensführung (Kap. 1), einmal mehr deutlich, dass es auf eine vitale Beziehung zu Jesus Christus ankommt. Denn dann ist das „warten auf einen neuen Himmel und auf eine neue Erde“ (3,13), sind also die vielen (glücklichen, wie weniger glücklichen) Tage des neuen Jahres anstatt von berechnendem Misstrauen vielmehr von bodenständigem Vertrauen geprägt, dass sich auf Gottes Wort und seine Zusagen stützt.
DW |
Kalenderin Dresden-StriesenAdventhaus in Dresden-LöbtauGemeindezentrum in der UmgebungDippoldiswalde >> |
|||